Dauerausstellung Historisches Museum Baden

Geschichte >verlinkt<


Hotspot Baden

Seit Jahrhunderten kommen Menschen aus aller Welt in die Stadt an der Limmat. Die warmen Quellen locken, Gesandte treffen sich zur Tagsatzung, Gäste reisen zur Kur, Pioniere gründen Firmen und schaffen Arbeitsplätze. Heute ist Baden globalisiert. Die Menschen sind digital vernetzt und der Standort ist nicht mehr Voraussetzung für den Austausch. Im Web-Zeitalter wird Wissen von Link zu Link abgerufen – ebenso funktionieren die «Kontextualisatoren» im Hauptraum: Die interaktiven Stationen machen es möglich, dass Sie von Exponat zu Exponat surfen und sich im analogen Raum digital bewegen. Weitere vertiefte Informationen finden Sie bei einem Ausstellungsbesuch.


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    Gemellianus-Scheide

    Erstes Badener Souvenir

    Der Zierbeschlag dieser Messerscheide aus dem 2. bis 3. Jahrhundert trägt die Inschrift AQVISHE GEMELLIANVSF. Sie verweist auf Herkunft und Hersteller: Aquae Helveticae ist die antike Bezeichnung für das römische Heilbad und die damalige Siedlung in Baden. Gemellianus ist der Name des Bronzegiessers beziehungsweise seiner Werkstatt. Aufgrund der zahlreichen Funde im Gebiet der heutigen Schweiz und weit darüber hinaus gelten die Messer des Gemellianus als erste Badener Souvenirs. Sie machen Aquae Helveticae im ganzen römischen Reich bekannt. Umgekehrt erinnern der Badener Götter

    Meeresmosaik

    Baden’s first souvenir

    Metal ornamentation on this knife sheath from the 2nd or 3rd century bears the inscription AQVISHE GEMELLIANVSF. This refers to both its provenance and maker: Aquae Helveticae is the ancient name for the Roman health spa and the settlement of Baden. Gemellianus is the name of the bronze-caster or his foundry. Due to numerous finds in the area of what is now Switzerland and far further afield, Gemellianus knives are considered to be Baden’s first souvenir. They made Aquae Helveticae known throughout the Roman Empire. Conversely, the Baden pantheon and the high-quality mosaic are reminiscent of cultural imports from the Mediterranean region.

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    Bahnhofsglocke

    Die erste Schweizer Eisenbahn

    Diese Glocke kündigt ab 1847 die Abfahrt der «Spanischbrötlibahn» von Baden nach Zürich an - der ersten Schweizer Eisenbahnverbindung. In nur 35 Minuten können nun die «Spanischbrötli» warm nach Zürich geliefert werden. Die Eisenbahn beschleunigt die Industrialisierung in Baden. Zudem bringt sie neue Gäste in den Kurort und verändert die Badenfahrt. Für den Standort des Bahnhofs wählt man einen Ort zwischen der Altstadt und den Bädern.

    Erste Schweizer Eisenbahn

    The first Swiss railway

    From 1847, this station bell announced the departure of the Baden to Zurich Spanisch-Brötli-Bahn – the first Swiss railway connection. In just 35 minutes, Spanisch-Brötli (a speciality pastry from Baden) could be delivered still warm to Zurich. The railway accelerated industrialization in Baden. It also brought new guests to the spa town and changed the way one travelled to Baden. The station was located between the old town and the thermal baths.

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    Heisser Stein

    Ursprung „Heisser Stein“

    Das Wunder der heissen Quellen am Limmatknie ist den Menschen wohl seit Urzeiten bekannt - über ihren Ursprung wird seit jeher gerätselt. Die Römer gründen vor über 2000 Jahren Aquae Helveticae und fassen die erste Quelle, den Heissen Stein. Ab dem Mittelalter speisen die Thermalquellen die offenen Bäder und Gasthöfe. Die Bäder werden zum informellen Nebenschauplatz der Tagsatzung. Nach dem Zerfall des Ancien Régime entsteht rund um die Quellen ein mondäner Kurort, der zum europaweiten Kurstädte-Netzwerk gehört. Mit dem Aufschwung der BBC anfangs des 20. Jahrhunderts verliert der Kurort an Bedeutung. Doch die Quellen sprudeln noch immer - schreibt das neue Bad bald die weitere Erfolgsgeschichte?

    Heisser Stein

    Origin of the ‘Heisser Stein’

    People have probably known about the wonder of the hot spring at Limmatknie (a bend in the river Limmat) since ancient times – and they have puzzled over its origin for as long as anyone can remember. Over 2,000 years ago, the Romans founded Aquae Helveticae and tapped the first hot spring there: the Heisser Stein (Hot Stone). Since the Middle Ages, the thermal springs have fed the public baths and guest houses. The baths became an informal meeting place for members of the Tagsatzung (Diet). After the fall of the Ancien Régime, the thermal springs became the site of a more sophisticated spa resort that belonged to a Europe-wide network of spa towns. With the boom of the Brown, Boveri & Cie company at the beginning of the 20th century, Baden started to become less important as a spa town. However, the springs are still bubbling away – will the new baths be another success story?

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    Therapiegerät

    Innovative Therapieformen

    Auf diesem "Hometrainer" schwitzen in den 1920er-Jahren die Patienten des Volksheilbades Freihof. Das einst gehobene Hotel wird im Zuge der Demokratisierung der Kur 1891 zum Armenbad. Hier genesen die Badarmen von ihren chronischen oder unfallbedingten Beschwerden. Bezahlt wird die Kur aus einem Badarmenfonds. Das Design der Therapiegeräte erinnert an Maschinen in Fabrikhallen. Sie spiegeln den Technikglauben der Zeit: Maschinen vermessen den Körper und trimmen die Menschen zu einem gesunden Leben.

    Armenbäder Gerät

    Innovative methods of therapy

    In the 1920s, patients from Volksheilbad Freihof would have sweated on this home trainer. In 1891, as part of the democratization of the spa facilities, this once upmarket hotel became an Armenbad (poor bath). This is where the poor would convalesce from chronic or accident-related ailments. The costs were covered by a fund for poorer spa guests. The design of the therapy equipment is reminiscent of the elaborate machinery that was used in large factory buildings. The devices reflected a prevailing faith in technology: machines measured the body, got people in shape and promoted good health.

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    Generator

    Elektrisch

    Dank dem Wechselstromgenerator der Firma Brown, Boveri & Cie (BBC) beleuchten bereits Ende des 19. Jahrhunderts elektrische Laternen die Strassen im Kurort Baden. Die beiden Firmengründer Brown und Boveri erzielen mit der Entwicklung des Wechselstromgenerators ihren ersten Erfolg. Seit 1891 produziert die Elektrizitätsgesellschaft Baden Strom im Wasserkraftwerk Kappelerhof. Dank dem Wechselstrom kann Elektrizität über grosse Distanzen übertragen werden. Der Übertragungsverlust ist im Vergleich zum Gleichstrom revolutionär tief. Elektrische Energie verändert die Gesellschaft. Wie viele andere Firmen entwickelt auch die Badener Firma Merker jetzt Haushaltsgeräte für die Steckdose. Sie erlangt mit der Waschmaschine Merker Bianca schliesslich Weltruhm.

    Wechselstromgenerator

    Electrical

    Thanks to the alternating current (AC) generator of Brown, Boveri & Cie (BBC), electric lamps were already illuminating the streets of the spa town of Baden by the end of the 19th century. The company’s founders Brown and Boveri scored their first success with the development of the AC generator. The Elektrizitätsgesellschaft Baden (Baden Electricity Company) has been generating electricity at the Kappelerhof hydroelectric power plant since 1891. Alternating current enables electricity to be transmitted over long distances. Transmission losses are dramatically lower than they are with direct current. Electricity changed society. Like many other firms, the Baden-based company Merker started producing household appliances that could be plugged into electrical sockets. The company eventually achieved worldwide renown with production of its Merker Bianca washing machine.

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    Täfeli

    Gesellschaftlicher Mittelpunkt

    Das „Täfeli“ stand einst vor dem Gathof Hinterhof. Der runde Steintisch ist informeller Treffpunkt der vorwiegend weiblichen Kurgäste aus der besseren Gesellschaft. Hier tauschen sie Neuigkeiten aus und pflegen ihre Netzwerke. David Hess schildert dies 1818 anschaulich in seinem Buch «Die Badenfahrt». Der Reisebericht gibt einen einmaligen Einblick in das Kurwesen 30 Jahre vor dem Bau der ersten Eisenbahn. Reisen und Kuren wandeln sich in der Folge stark. Die gesellschaftliche Bedeutung der Kur nimmt ab. Neue medizinische Erkenntnisse verändern die Bedürfnisse der Gäste. Es kommen vermehrt Patienten nach Baden – auch aus ärmeren Bevölkerungsschichten.

    Kultureller Mittelpunk

    Social hub

    The Täfeli (as this table was referred to) once stood in front of the Hinterhof guest house. The round stone table was an informal meeting place for predominantly female spa guests from high society. This was where they exchanged news and maintained their networks. It is described vividly by David Hess in his book ‘Die Badenfahrt’ (‘Trip to Baden’) from 1818. This travelogue provides a unique insight into the spa business as it was 30 years before the construction of the first railway. The arrival of the railway greatly transformed both travelling and the nature of the spa business. The social significance of the spa declined. New medical findings changed the needs of the guests. The number of patients coming to Baden increased – also from the poorer sections of society.

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    Stempeluhr

    Neue Struktur im Alltag

    Die "Mutteruhr" steuert in den Nachkriegsjahren die Stempelgeräte der BBC. Diese stehen in allen Fabrikhallen und die Arbeitenden stempeln ihre Karte bei jedem Ein- und Austritt. Vor der elektronischen Zeitmessung sind es Glocken, die den Arbeitsrhythmus vorgeben. 1913 arbeitet die BBC-Arbeiterschaft noch von 6.15 bis 12 Uhr und von 13.30 bis 18 Uhr. Nach dem Landesstreik 1918 setzt sich in der Schweiz die 48-Stundenwoche durch. Das exakte Erfassen der Arbeitszeit führt zu einer neuen Struktur des Alltags: Die Menschen unterscheiden zwischen Arbeits- und Freizeit. Zudem führt es zur Optimierung der Arbeitsprozesse und Steigerung der Effizienz.

    Mutteruhr

    New structure to day-to-day life

    In the post-war period, a ‘master clock’ controlled the time clocks at Brown, Boveri & Cie (BBC). Each factory building had a time clock which workers used to ‘punch in’ when they arrived and ‘punch out’ when they left. Before time was measured electronically, it was bells that set the work rhythm on the factory floor. In 1913, the workforce at BBC still worked from 6 a.m. to noon and from 1.30 p.m. to 6 p.m. After the General Strike of 1918, Switzerland introduced a 48-hour week. This precise definition of working hours led to a restructuring of everyday life: people distinguished between working time and leisure time. It also led to an optimization of working processes and increased efficiency.

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    Transmission

    Antrieb und Kraftübertragung

    Transmissionsgestänge und Lederriemen sind in den Fabrikhallen des 19. Jahrhunderts allgegenwärtig. Es entwickelt sich eine Industrieästhetik, die sich auch in anderen Lebensbereichen manifestiert. Transmissionsanlagen bringen die Energie vom Wasserrad in die Fabrikhalle. Von der Arbeiterschaft erfordert der gefährliche Mechanismus grösste Disziplin und Vorsicht. Mit der Erfindung des Generators wird die Transmission neu über einen Elektromotor angetrieben. Jetzt müssen die Firmen nicht mehr zwingend am Wasser liegen, das Prinzip der Kraftübertragung bleibt aber gleich.

    Frauen in der Industrie

    Drive and power transmission

    Transmission rods and leather belts were ubiquitous in factory buildings of the 19th century. An industrial aesthetic developed that manifested itself in other areas of life as well. Line shafts brought power from the water wheel to the factory. Workers had to handle this hazardous machinery with the utmost discipline and care. With the invention of the generator, line shafts could be driven by electric motors. This meant that companies no longer needed to be located near water. The principle of power transmission remained the same, however.

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    Götterhimmel

    Römischer Götterhimmel

    Dieses aussergewöhnliche römische Götter-Ensemble schmückte wohl den Privataltar (Lararium) einer vornehmen Familie. Hotelier Franz Xaver Borsinger findet die Figuren bei archäologischen Grabungen 1871/81 auf dem Haselfeld. Sie sind Zeugen des religiösen Alltags der Bewohner von Aquae Helveticae und verweisen auf den auch in Baden praktizierten antiken Götterkult. Besonderes Erstaunen erregt die einzigartige Figur der geflügelten Gorgo mit übergrossem Phallus, auch als "Scheusal von Baden" bekannt. Man vermutet, dass sie einst den "Bösen Blick" abhalten und Unglück bannen musste.

    Götterhimmel

    Roman pantheon

    This unusual group of figures representing gods probably decorated the private altar (Lararium) of a noble family. Hotelier Franz Xaver Borsinger found the figures between 1871 and 1881 during archaeological excavations in Haselfeld. They bear witness to the everyday religious life of Aquae Helveticae’s inhabitants and indicate that the ancient cult of the gods was also practised in Baden. Particularly astonishing is the unique figure of a winged Gorgo with oversized phallus – also known as the Scheusal von Baden (Monster of Baden). It is believed that her original function was to ward off the ‘evil eye’ and misfortune in general.

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    Diorama

    Licht in den Bädern

    Mit diesem Diorama wirbt Baden zu Beginn des 20. Jahrhunderts um Kurgäste. In der Mitte ist die Sage vom Ursprung der Quelle dargestellt. Umrahmt wird die Szene von der neusten Erfindung: der elektrischen Strassenbeleuchtung. Erste Glühlampen ersetzen ab 1880 die Gaslaternen. Die treibende Kraft bei der Elektrifizierung des Kurorts Baden sind Stadtrat Karl Pfister und sein Bruder Theodor. Sie forcieren den Bau des Wasserkraftwerks im Kappelerhof und unterstützen die Ingenieure Walter Boveri und Charles Brown auf der Suche nach einem Fabrikareal für ihre Firma.

    Diorama

    Light in the thermal baths

    Baden used this diorama to attract spa guests at the beginning of the 20th century. The legend of the origin of the thermal spring is illustrated in the middle of the diorama. The scene is framed by the latest invention: electric street lighting. In 1880, the gas lamps began to be replaced by electric light bulbs. The driving force behind the electrification of the spa town of Baden was city councillor Karl Pfister and his brother Theodor. They pushed the construction of the Kappelerhof hydroelectric power plant and supported the engineers Walter Boveri and Charles Brown of Brown, Boveri & Cie in their search for a factory location.

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    Spind

    Vom Arbeiter-Spind zum besprayten Putzschrank

    Dieser Spind steht jahrelang in der Halle 36, in der die Firma BBC Transformatoren und Spannungsumwandler herstellt. Dort dient er den Fabrikarbeitern als Stauraum für ihre Habseligkeiten. Nach der Fusion von BBC und Asea zu ABB wird der Spind Zeuge der Desindustrialisierung: Die Badener Jugend erklärt die „Aktionshalle 36“ auf dem brachliegenden Industrieareal 1988 zum Partyraum und besprayt den Spind nach ihrem Gusto. Ein „Entwicklungsrichtplan Baden Nord“ sorgt ab 1994 schrittweise für eine neue Nutzung des ehemaligen Fabrikareals. Heute gehört die Halle 36 zum Trafo-Komplex und dient als Eventhalle für den Kongressbetrieb.

    Garderobe

    From worker’s locker to graffitied cleaning cupboard

    For years this locker stood in Hall 36, a Brown, Boveri & Cie (BBC) factory building where current transformers and voltage convertors were manufactured. It was used by factory workers to store their personal belongings. After the merger of BBC and Asea to form ABB, the locker became a symbol of deindustrialization: in 1988, the youth of Baden proclaimed ‘Aktionhalle 36’ (‘Action hall 36’), which by then was part of a disused industrial area, to be a party room and sprayed the locker according to their taste. ‘Development Plan Baden Nord’ made provisions for a gradual change of use of the former factory area, starting in 1994. Today, Hall 36 is part of the Trafo complex and serves as an event venue for conventions and conferences.

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    Falck-Pokal

    Die Eidgenossenschaft in Baden

    Diesen Pokal schenken die eidgenössischen Gesandten der Tagsatzung 1592 Caspar Falck, dem Bäderwirt des Gasthofs "Hinterhof". Das weiss man dank der reichhaltigen Symbolik auf dem Pokal. Im Hinterhof steigen die alteidgenössische Aristokraten ab, Caspar Falck ist mit ihnen bestens vernetzt. Als Spross einer Bäderwirte-Dynastie gehört er zur Badener Elite. Für informelle Gespräche treffen sich die Gesandten bei den Thermalquellen zu Spiel, Speis und Trank. Der offizielle Teil - die Tagsatzung - findet in der Altstadt im Rathaus statt.

    Diorama

    The Confederation in Baden

    In 1592, this cup was given to Caspar Falck, the baths keeper at the Hinterhof guest house, by the confederate envoys of the Tagsatzung (Diet). We know this because of extensive symbolism on the cup. Caspar Falck was well-connected with aristocrats from the Old Confederacy who stayed at the Hinterhof. Falck, who was born into a baths keeper dynasty, was a member of Baden’s elite. The envoys would meet at the thermal baths for informal discussions – and to eat, drink and amuse themselves. The official Tagsatzung (Diet) meetings would take place at the town hall in the old town.

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    Badenfahrtkleid

    Festtradition mit Badener Geist

    Dieses Kostüm schneidert Annelies Dorer mit viel Herzblut für die Badenfahrt 1947. Das seit 1923 ungefähr alle zehn Jahre stattfindende Volksfest verwandelt Baden in eine Stadt der Kreativität. Quartiervereine und Sportklubs, Junge und Alte, Kreative und Alternative – sie alle machen das Badener Volksfest mit ihrem persönlichen Engagement zu einem ganz besonderen Anlass. Wie der Name „Badenfahrt“ zeigt, knüpft die Begründung der Festtradition an die im 20. Jahrhundert zunehmend an Bedeutung verlierende Kurtradition an.

    Waschmaschine

    Festival tradition with the ‘Badener Geist’ (‘Baden spirit’)

    This costume was painstakingly tailored by Annelies Dorer for the 1947 Badenfahrt Volksfest (people’s festival). The festival, which has taken place approximately every ten years since 1923, transforms Baden into a city of creativity. Neighbourhood associations and sports clubs, young and old, creative and alternative – everyone adds their personal contribution to make this festival a very special occasion. As the name suggests (Badenfahrt means literally ‘Baden trip’), the origins of the festival go back to the tradition of visiting Baden as a spa town, a tradition which lost importance in the 20th century.

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    Merker Bianca

    Strom aus der Steckdose

    Die Waschmaschine Merker Bianca ist in der Nachkriegszeit das Aushängeschild der Firma Merker. Seit in den Wohnungen Wechselstrom aus den Steckdosen fliesst, kommen Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen und Staubsauger auf den Markt. Sie erleichtern die mühselige Hausarbeit und verändern den Alltag. Die moderne Hausfrau hat mehr Zeit, die es zu gestalten gilt. Dies erkennen die cleveren Köpfe hinter den Werbekampagnen und richten sich mit den neuen technischen Haushaltgeräten gezielt an die Frau zuhause. Trotz Technisierung der Haushaltsarbeiten werden die traditionellen Männer- und Frauenrollen gefestigt und wirken bis in die jüngste Zeit.

    Waschmaschine

    Electricity out of a socket

    The Merker Bianca washing machine was Merker’s flagship product in the post-war period. Household appliances such as washing machines and vacuum cleaners had been on the market ever since alternating current started to flow out of power points in people’s homes. They made tedious domestic chores easier and changed people’s everyday lives. The modern housewife had more time on her hands. This was understood by those behind advertising campaigns for the new electrical household appliances, which specifically targeted women at home. Despite the mechanization of household work, the traditional division of roles between men and women remained unchanged until very recently.

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